Erfahrungsberichte

Gesangstherapie

Angelika Schönhuth

 

 

Erfahrungsberichte

 

 

 

Aus der Onkologie: (03/2016)

 

Eine Mutter von 7 Kindern erkrankt 53 jährig an Brustkrebs mit Streuung ins Lymphsystem. Nach einer OP und anschließend alternativen Behandlungsmethoden, einschließlich einer Reha, wird nach einem Jahr festgestellt, dass die Krankheit massiv auf die Wirbelsäule übergegriffen hat. Außer einer medikamentösen Behandlung und einer sehr strengen Diät, entschließt sie sich zu einer privat vereinbarten, von ihrem Hausarzt unterstützten „ambulanten Kur“ von drei Wochen hier vor Ort.

 

Die vereinbarten Schwerpunkte: Gesangs-Therapeutische Übungen im täglichen Wechsel mit dem Erlernen eines Saiten-Instrumentes (der Leier). Ergänzend dazu: Biographische Gespräche und Spaziergänge in der Natur.

 

Gemeinsames Ziel: Einen Fundus an Übungen zu erarbeiten, mit dem sie zu

Hause regelmäßig in eigens dafür geschaffenen Freiräumen selbst-schöpferisch

umgehen kann.

 

Inhaltlich schöpfen wir, die Gesangs-Therapie betreffend, aus folgenden Bereichen:

 

- Vertiefung der Atmung. (Dies ist von besonderer Bedeutung in der Onkologie).

- Klangführung: Die Stimme wird lichter und leichter

- Klang-Erweiterung: Die Stimme wird wärmer, der Mensch gewinnt an Selbstsicherheit

- Gezielte Laut-Übungen: Zum „Durch-lichten“ und „Durch-wärmen“ des Organismus!

 

Bemerkung des behandelnden Arztes, 4 Wochen nach der „Kur“:

Das Bemühen zu Hause leiste einen guten Beitrag zur Stabilisierung des Immunsystems sowie zur Stärkung der Gesamt-Konstitution. Sie befinde sich auf einem guten Weg!

 

Eineinhalb Jahre später: Kein weiteres Fortschreiten der Krankheit mehr. Neue Haltungen gegenüber den Anforderungen des Alltags konnten von ihr entwickelt werden.

 

 

Aus der Arbeit mit einem Kind (Heilpädagogik): (11/2014 - 03/2015)

 

Eine 9-jährige Schülerin einer Förderschule, mit einer seltenen Mischung aus Down-Syndrom und schwerem Autismus fällt durch eine Schwere im Körper und eine extrem schlaffe Haltung auf. Meist sitzt sie zusammengekauert auf dem Stuhl oder sie lässt sich auf den Boden fallen, von wo man sie so leicht nicht wieder hochbekommt. Dabei schreit sie oft anhaltend.

 

Sie erhält nun dreimal pro Woche eine musikalische Förder-Einheit von einer halben Stunde, jeweils zu Beginn der Schulzeit.

 

Vorrangiges Ziel: Freude im musikalischen Tun sowie Stärkung der Aufrichte-Kraft !

Aus dem Schatz der Gesangs-Übungen wird eine Übung in den Mittelpunkt gestellt, die sowohl die innere als auch die äußere Aufrichte stärkt.

 

Das Spiel mit Klang - Instrumenten, z.B. Cymbeln, die, ähnlich dem aufsteigenden Strahls eines Springbrunnens gespielt werden, wirken in ähnliche Richtung und wecken Freude im gemeinsamen Tun. Lieder zur Jahreszeit und kleine Tänzchen runden das Geschehen ab.

 

Schon nach wenigen Wochen kommt das Kind freudig und aufrecht zur

Türe herein. Auch in der Schule blüht sie sichtlich auf, wird fast ein wenig keck!

 

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