Indikationen

Gesangstherapie

Angelika Schönhuth

Indikationen / Anwendungsgebiete der Gesangstherapie

                                      (Beispiele)

Durch die Gesangstherapie kann sowohl Freude geweckt als auch Ernsthaftigkeit entwickelt werden im übenden Umgang mit den unterschiedlichen Lauten und Tönen. Ein gesungenes M wirkt anders als ein S oder T, ein U hinterlässt eine andere Wirkung als ein A oder I.


Und je nach Kombination der Laute ergibt das wiederum einen Unterschied. Im Raum ist das bei aufmerksamem Lauschen spürbar. Auch auf den Körper des Menschen und seine Organe üben musikalische und lautliche Phänomene einen Einfluss aus.


Durch gezielte Sing-Übungen können einseitige oder festgefahrene Prozesse wieder in Bewegung gebracht werden. Sie können neue Wege einschlagen in Richtung Heilung. 


Das besondere an den künstlerischen Therapien ist die aktive Beteiligung des Menschen.

Dabei sind die Übungen so aufgebaut, dass jeder Mensch sie handhaben kann, unabhängig davon, ob er sich dafür für begabt hält oder nicht.

Anwendungsgebiete



Tinnitus, Schwerhörigkeit


Vertiefung und Harmonisierung des Atem-Rhythmus, z.B. bei Asthma


Chronische Bronchitis: Lösende und erwärmende Wirkung


Sinusitis: Verstopfte Nasen-, Neben-, und Stirnhöhlen kommen zum Fließen


Verbesserung der Artikulation (Lautbildung)


sowie Intonation (zu hoch oder zu tief singen). Geringer Stimmumfang.




Entwicklungsfördernd in der Heilpädagogik

(z.B. bei Entwicklungsverzögerung)


Autismus


Seelische Krankheiten wie Depression („Verbindung zur Welt“)


Erschöpfungszustände

(„Verbindung zu sich selbst“)


Innere oder äußere Unruhe


Stärkung des Selbstwertgefühls und der Souveränität


Wirbelsäulen-Erkrankungen:

Stärkung der Aufrichte-Kräfte


Erkrankungen im Stoffwechselbereich


Chronische Prozesse, z.B. der Leber,  des Magen-Darmtrakts


Verhärtende Tendenzen, Gelenks-Arthrose


Tumor-Erkrankungen


Art des Angebots:


Vorwiegend Einzelstunden.*


Epochen weise in kleinen Gruppen:

Übungen und Lieder zur Jahreszeit


Bei Bedarf: Hausbesuche oder Klinik-Besuch



Einzelne Krankenkassen unterstützen diese Form der Therapie.


* Mit Rezept vom Arzt von der Steuer absetzbar. Formulierung auf dem Rezept: „Anthroposophische Kunsttherapie/Musik/Gesang“


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